Der Ortsteil Göppingen-Hohenstaufen am Fuße des Hohenstaufens von Ottenbach aus betrachtet.
Der Ortsteil Göppingen-Hohenstaufen am Fuße des Hohenstaufens von Ottenbach aus betrachtet.

Die Staufer

Wenige Epochen haben die Menschen noch so lange beschäftigt wie die Zeit der Staufer, in der das deutsche Kaiser­tum seinen Höhe­punkt an Glanz und Ansehen erreichte. Das schwäbische Fürsten­geschlecht stellte von 1138 bis 1254 deutsche Kaiser und Könige. Für Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152 bis 1190) interessieren sich nicht nur die Historiker, er war auch Gegenstand der Dichtung (Uhland, Geibel u.a.) und der Kunst, aber auch des volkstümlichen Glaubens: die Sage vom Kaiser im Kyffhäuser, den er einst verlassen wird, um dem Volk aus der größten Not zu helfen, hat sich jahr­hunderte­lang erhalten.

Friedrich II., der den Beinamen "Stupor mundi" erhielt, findet bei den Historikern noch mehr Aufmerksamkeit. Aber auch er ist, wie sein Großvater Barbarossa, sehr populär geworden, unter den Italienern, die ihn als einen der ihren betrachten, vielleicht noch mehr als bei uns. Alle, die sich für Geschichte interessieren, sind eingeladen, sich an dem folgenden kleinen Rundgang durch die Stauferzeit zu beteiligen.

Es fällt übrigens auf, dass es für das Staufische Haus keine zentrale Grablege gibt, fast über das gesamte Gebiet des alten Reiches samt Süditalien sind die Staufergräber verstreut. Auch das ist ein Symbol für das Zerfließen staufischer Macht und Größe, bis hin zur Enthauptung Konradins, dem letzten Staufer, in Neapel.

Die Regierungszeit der Staufer:
1136-1152 Konrad III. -
1152-1190 Friedrich I., Barbarossa Kaiser 1155
1190-1197 Heinrich VI. Kaiser 1191
1198-1208 Philip von Schwaben -
1212-1250 Friedrich II. Kaiser 1220
1220-1234 Heinrich VII. -
1250-1254 Konrad IV. -